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	<title>von Mering - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.von-mering.de/index.php?title=Von_Mering:%C3%9Cber_von_Mering&amp;diff=12</id>
		<title>Von Mering:Über von Mering</title>
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		<updated>2026-09-08T15:29:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jens: Die Seite wurde neu angelegt: „Familie von Mering in Vergangenheit und Gegenwart - entdecke auf diesen Seiten unsere Herkunft und Verbindungen anschaulich eingebettet in geschichtliche Ereignisse.“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Familie von Mering in Vergangenheit und Gegenwart - entdecke auf diesen Seiten unsere Herkunft und Verbindungen anschaulich eingebettet in geschichtliche Ereignisse.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jens</name></author>
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		<id>https://www.von-mering.de/index.php?title=Von_Mering:Impressum&amp;diff=11</id>
		<title>Von Mering:Impressum</title>
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		<updated>2026-09-08T12:11:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jens: /* Impressum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Impressum ==&lt;br /&gt;
=== Angaben gemäß § 5 DDG ===&lt;br /&gt;
Christa Lippold&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
C021&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lübecker Str. 3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
22926 Ahrensburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jens Lippold&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Steinfeld 79&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
23858 Feldhorst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kontakt ===&lt;br /&gt;
Telefon: null eins sechs drei 1757102&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
E-Mail: info (at diese Domain)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verantwortlich für den Inhalt nach § 18 Abs. 2 MStV: ===&lt;br /&gt;
Christa Lippold&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lübecker Str. 3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
22926 Ahrensburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haftungsausschluss: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haftung für Inhalte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Haftung für Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Urheberrecht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet. Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Inhalte umgehend entfernen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jens</name></author>
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		<id>https://www.von-mering.de/index.php?title=Von_Mering:Impressum&amp;diff=10</id>
		<title>Von Mering:Impressum</title>
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		<updated>2026-09-08T12:09:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jens: Die Seite wurde neu angelegt: „== Impressum == Angaben gemäß § 5 DDG  Christa Lippold&amp;lt;br&amp;gt; C021&amp;lt;br&amp;gt; Lübecker Str. 3&amp;lt;br&amp;gt; 22926 Ahrensburg  Jens Lippold&amp;lt;br&amp;gt; Steinfeld 79&amp;lt;br&amp;gt; 23858 Feldhorst  === Kontakt: === Telefon: null eins sechs drei 1757102&amp;lt;br&amp;gt; E-Mail: info (at diese Domain)  === Verantwortlich für den Inhalt nach § 18 Abs. 2 MStV: === Christa Lippold&amp;lt;br&amp;gt; Lübecker Str. 3&amp;lt;br&amp;gt; 22926 Ahrensburg   == Haftungsausschluss: ==  === Haftung für Inhalte ===  Die Inhalte unserer Seiten…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Impressum ==&lt;br /&gt;
Angaben gemäß § 5 DDG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christa Lippold&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
C021&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lübecker Str. 3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
22926 Ahrensburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jens Lippold&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Steinfeld 79&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
23858 Feldhorst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kontakt: ===&lt;br /&gt;
Telefon: null eins sechs drei 1757102&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
E-Mail: info (at diese Domain)&lt;br /&gt;
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=== Verantwortlich für den Inhalt nach § 18 Abs. 2 MStV: ===&lt;br /&gt;
Christa Lippold&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lübecker Str. 3&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
22926 Ahrensburg &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haftungsausschluss: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Jens</name></author>
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		<id>https://www.von-mering.de/index.php?title=Von_Mering:Datenschutz&amp;diff=9</id>
		<title>Von Mering:Datenschutz</title>
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		<updated>2026-09-08T11:58:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jens: Die Seite wurde neu angelegt: „Die Nutzung unserer Webseite ist ohne Angabe personenbezogener Daten möglich.  Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten durch Dritte zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit ausdrücklich widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-Mails…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Nutzung unserer Webseite ist ohne Angabe personenbezogener Daten möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten durch Dritte zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit ausdrücklich widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-Mails, vor.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jens</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.von-mering.de/index.php?title=Familiengeschichte&amp;diff=7</id>
		<title>Familiengeschichte</title>
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		<updated>2026-09-08T09:54:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jens: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Familiengeschichte per Computer (1997) ===&lt;br /&gt;
Mein Nachbar Wolfgang Scheiter wollte mir gerne etwas Gutes tun. Und er kopierte mir aus dem Internet, zu dem er beruflich Zugang hat, ein Genealogisches Programm... Cumberland Family Tree heißt das Programm und nach allem, was ich sehen kann, gehört der Autor derselben Kirche der Heiligen der Letzten Tage an, zu denen auch die Leute in der Wartenau 20 zählen, bei denen ich schon seit Monaten Kirchenbuchfilme durchsuche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm ist &amp;quot;shareware&amp;quot; - das heißt, ich habe es 45 Tage zur Ansicht auf meiner Festplatte, danach muss ich zahlen oder die Bedienung blockiert sich selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimen Schlösser im Programm kann ich mir zwar vorstellen, aber nicht beschrei­ben. Ich billige sie. Ich sage mir, dass ein Mensch, der mit viel Sorgfalt ein solches Pro­gramm erstellt, auch bezahlt sein muss. Schließlich lebt mein eigner Sohn von solcher Arbeit. Daß beim Cumberland Family Tree das Geld vielleicht an die Kirche der Mormonen geht und nicht an den Autor persönlich, stört mich auch nicht. Diese &amp;quot;Heiligen&amp;quot; sind nicht sehr verrückt und bestimmt keine Bösewichte: sie verlangen zwar manches Opfer von sich, aber sie lassen sich nicht das Gehirn waschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor von Cumberland Family Tree nennt sich Ira Lund, ist natürlich Amerikaner, aber mit norwegischem Hintergrund, und hat, damit er die Nuancen seines Programms zeigen kann, eine Amerikanerin, die aus China stammt, zur Frau. Da ich keine andern Programme kenne, ist die Beurteilung für mich schwer. Ich sehe aber, dass es gegenüber dem, was ich mir selbst an Methoden erarbeitet habe, einige Vorteile bietet. Der größte scheint mir zu sein, dass die Regeln formuliert sind. Wenn ich meine Forschung niederlege, kann ein ande­rer an Hand dieser Regeln fortfahren. Das ist bei meinem sehr persönlichen Vorgehen, wo so vieles nur auf meinem Gedächtnis beruht, nicht einfach möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eins fällt mir sehr auf: Ira Johan Lund erweckt den Eindruck, als sei er am Gelingen meines Stammbaums persönlich interessiert. Und so rät er: Verliere nie dein Ziel aus den Augen! Bedenke immer, was du erreichen möchtest, und konzipiere deine Forschung dementspre­chend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ein wichtiger Rat. Gerade auf einem so dilettantischen Gebiet wie der Genealogie wird man leicht von einer Tendenz fortgerissen, die sich zufällig auftut. Eigentlich ist eben alles neu, alles spannend. Guck mal hier! guck mal da! Aber so kann nichts Ganzes entste­hen. Man verzettelt nicht nur seine Kräfte, sondern verliert auch den Durchblick. Davor kann auch das Programm nicht schützen, ist es doch selbst im besten Fall nur ein gut ver­knüpfter Zettelkasten. Die Linie, die Idee, die Deutung sind Sache des Forschers. Und das heißt vor allem: die Beschränkung der zahlreichen Möglichkeiten auf ein Ergebnis ist meine Sache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kann das Programm mir helfen, mich zu begrenzen? Seine Stereotypie erinnert mich viel­leicht mehr als meine bunten Pläne daran, dass Daten nicht alles sind. Sein hölzerner Text zeigt mir, wie ungenießbar eine Biographie ohne Anteilnahme ist. Andererseits weiß ich ja, daß nur detailierte Kenntnisse eine Familiengeschichte sichern. Und daß nur der Nachweis, das die von mir beschriebene Person mein Vorfahr oder meine Vorfahrin ist, meinen Nachempfindungen ihres Lebens Interesse sichert. Denn weder ich noch meine Vorfahren sind bedeutend genug, dass meine Texte zu lesen sich lohnte. Daß die Schreibende und der Beschriebene aber verwandt sind - was immer Verwandtschaft sein mag - gibt den Worten jenen Hauch von Authentizität, den auch Briefe haben. Wie Briefe muss auch die Familiengeschichte weder Wissenschaft noch Kunst sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mir das Programm gekauft. Ich arbeitete in letzter Zeit selten damit, da ich viel spannendere Arbeit habe: Geschichten schreiben. Aber es kommt auch wieder die Phase des Sammelns. Dann denke ich, wird es seinen Wert erweisen. Die beiden Kaufleute, die mit mir forschen, wundern sich, dass ich so unabhängig bin.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jens</name></author>
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		<id>https://www.von-mering.de/index.php?title=Familiengeschichte&amp;diff=6</id>
		<title>Familiengeschichte</title>
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		<updated>2026-09-08T09:49:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jens: Familiengeschihte mit Computer aus Word übernommen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Familiengeschichte per Computer ===&lt;br /&gt;
Mein Nachbar Wolfgang Scheiter wollte mir gerne etwas Gutes tun. Und er kopierte mir aus dem Internet, zu dem er beruflich Zugang hat, ein Genealogisches Programm... Cumberland Family Tree heißt das Programm und nach allem, was ich sehen kann, gehört der Autor derselben Kirche der Heiligen der Letzten Tage an, zu denen auch die Leute in der Wartenau 20 zählen, bei denen ich schon seit Monaten Kirchenbuchfilme durchsuche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm ist &amp;quot;shareware&amp;quot; - das heißt, ich habe es 45 Tage zur Ansicht auf meiner Festplatte, danach muss ich zahlen oder die Bedienung blockiert sich selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geheimen Schlösser im Programm kann ich mir zwar vorstellen, aber nicht beschrei­ben. Ich billige sie. Ich sage mir, dass ein Mensch, der mit viel Sorgfalt ein solches Pro­gramm erstellt, auch bezahlt sein muss. Schließlich lebt mein eigner Sohn von solcher Arbeit. Daß beim Cumberland Family Tree das Geld vielleicht an die Kirche der Mormonen geht und nicht an den Autor persönlich, stört mich auch nicht. Diese &amp;quot;Heiligen&amp;quot; sind nicht sehr verrückt und bestimmt keine Bösewichte: sie verlangen zwar manches Opfer von sich, aber sie lassen sich nicht das Gehirn waschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor von Cumberland Family Tree nennt sich Ira Lund, ist natürlich Amerikaner, aber mit norwegischem Hintergrund, und hat, damit er die Nuancen seines Programms zeigen kann, eine Amerikanerin, die aus China stammt, zur Frau. Da ich keine andern Programme kenne, ist die Beurteilung für mich schwer. Ich sehe aber, dass es gegenüber dem, was ich mir selbst an Methoden erarbeitet habe, einige Vorteile bietet. Der größte scheint mir zu sein, dass die Regeln formuliert sind. Wenn ich meine Forschung niederlege, kann ein ande­rer an Hand dieser Regeln fortfahren. Das ist bei meinem sehr persönlichen Vorgehen, wo so vieles nur auf meinem Gedächtnis beruht, nicht einfach möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eins fällt mir sehr auf: Ira Johan Lund erweckt den Eindruck, als sei er am Gelingen meines Stammbaums persönlich interessiert. Und so rät er: Verliere nie dein Ziel aus den Augen! Bedenke immer, was du erreichen möchtest, und konzipiere deine Forschung dementspre­chend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ein wichtiger Rat. Gerade auf einem so dilettantischen Gebiet wie der Genealogie wird man leicht von einer Tendenz fortgerissen, die sich zufällig auftut. Eigentlich ist eben alles neu, alles spannend. Guck mal hier! guck mal da! Aber so kann nichts Ganzes entste­hen. Man verzettelt nicht nur seine Kräfte, sondern verliert auch den Durchblick. Davor kann auch das Programm nicht schützen, ist es doch selbst im besten Fall nur ein gut ver­knüpfter Zettelkasten. Die Linie, die Idee, die Deutung sind Sache des Forschers. Und das heißt vor allem: die Beschränkung der zahlreichen Möglichkeiten auf ein Ergebnis ist meine Sache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kann das Programm mir helfen, mich zu begrenzen? Seine Stereotypie erinnert mich viel­leicht mehr als meine bunten Pläne daran, dass Daten nicht alles sind. Sein hölzerner Text zeigt mir, wie ungenießbar eine Biographie ohne Anteilnahme ist. Andererseits weiß ich ja, daß nur detailierte Kenntnisse eine Familiengeschichte sichern. Und daß nur der Nachweis, das die von mir beschriebene Person mein Vorfahr oder meine Vorfahrin ist, meinen Nachempfindungen ihres Lebens Interesse sichert. Denn weder ich noch meine Vorfahren sind bedeutend genug, dass meine Texte zu lesen sich lohnte. Daß die Schreibende und der Beschriebene aber verwandt sind - was immer Verwandtschaft sein mag - gibt den Worten jenen Hauch von Authentizität, den auch Briefe haben. Wie Briefe muss auch die Familiengeschichte weder Wissenschaft noch Kunst sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mir das Programm gekauft. Ich arbeitete in letzter Zeit selten damit, da ich viel spannendere Arbeit habe: Geschichten schreiben. Aber es kommt auch wieder die Phase des Sammelns. Dann denke ich, wird es seinen Wert erweisen. Die beiden Kaufleute, die mit mir forschen, wundern sich, dass ich so unabhängig bin.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.von-mering.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=5</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2026-09-08T09:43:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jens: Links zu Familiengeschichte eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{SEITENTITEL:Einstieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lieber Leser! ===&lt;br /&gt;
Bedenke, dass du dich freiwillig daran begibst, in dieser Mappe der Familie von Mering zu blättern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theorem Nr. 1 des chilenischen Neurophysiologen Humberto Maturana, so wie es  der Kyber­netiker Heinz von Foerster zitiert, lautet: &amp;quot;Alles Gesagte wird &#039;&#039;von&#039;&#039; einem Beobachter gesagt.&amp;quot; Das heißt im Falle dieser vor dir liegenden Mappe: Alles, was du hier liest, ist von mir, Christa von Mering, verheiratete Lippold, gesammelt, geordnet und kommentiert worden. Du begegnest auch in den alten, getreu zitierten Quellen immer nur mir: meinem Spürsinn, meiner Auswahl, meinem Humor und meinem Drang nach Wirklichkeit. Vor allem andern aber be­gegnest du meiner Lust zu lesen und zu schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Texte sind nicht unbedingt für dich verfasst. Diese Texte sind nicht alle für dich verfaßt. Diese Texte sind überhaupt nicht für dich verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz von Foersters Folgesatz Nr. 1 zu Humberto Maturanas Theorem Nr. 1 heißt: &amp;quot;Alles Gesagte wird zu einem Beobachter gesagt.&amp;quot; Vielleicht bist du dieser zweite Beobachter? Oder du bist es nicht. Schreiben heißt im Unterschied zum Reden, dass man den, zu dem alles gesagt wird, sich erfin­det. Deshalb bin auch der zweite Beobachter ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Mappe ist kein Buch. Die Anordnung der Texte, der Urkunden, der Zitate ist zwar nicht zufäl­lig, aber beliebig. Mir beliebte sie. Du kannst sie anders ordnen. Es ist wie ein Patience-Spiel. Die Karten sind gemischt. Jede Karte hat ihren Wert. Keine Karte hat einen festen Platz. Du bestimmst die Regeln, wann das Spiel gewonnen ist. Oder du schiebst die Karten zusammen und entscheidest, dass das Spiel verloren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst es auch als Suchbild betrachten. Oder als Puzzle. Auf keinen Fall wirst du hier an die Hand genommen. Niemals wird dir der Weg gezeigt. Missverständnisse gehören dazu. Undeutliches ist Absicht. Und dass es nicht aufgeht, ist der Familiengeschichte immanent. So ist es ja auch in Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familiengeschichte ===&lt;br /&gt;
Wer sich an eine [[Familiengeschichte]] heranmacht, hat Vorgänger. Es sind, soweit ich bis jetzt weiß, meist Männer, meist Dilettanten, meist Menschen, die die Familie als Statussymbol betrachten. [[Familiengeschichte]] wird im Hinblick auf Große Menschen geschrieben, das Besondere und wo­möglich Außerordentliche ist Motiv und Ziel zugleich. Bei den Genealogen, die dann über ihre eigene Familie hinaus noch forschen oder Hilfsmittel zur Forschung bereitstellen, kommt ein Jagdtrieb da­zu. Wie finde ich schwer zu ermittelnde Daten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl der schwache, fehlbare Vorfahr wie die Lücke im Stammbaum (&amp;quot;der tote Punkt&amp;quot;) sind die Feinde des Familienforschers. Damit reiht sich die Genealogie in den Trend unserer Zeit ein: immer besser, immer höher! Mit moderner Technik läßt sich dieser Trend noch verstärken. Aus diesem Grund ist die Genealogie heute ein beliebtes Hobby. Überall begegnet man Familienforschern, die über dieses Hobby klagen wie über eine Sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich der [[Familiengeschichte]] widme, möchte ich dem Trend doch ausweichen. Ich muss die Mittel der Moderne nutzen, ohne ihnen zu verfallen. Mit dem &amp;quot;toten Punkt&amp;quot;, der meine Ge­sprächspartner meistens in Form einer Grenzmarke interessiert, möchte ich souverän umgehen, in­dem ich darauf hinweise, wie hinter gesicherter schriftlicher Tradition auch noch Geschichte ist: le­bendige, undokumentierte Geschichte, so wirklich wie unser Alltag heute. Und wenn ich meiner Vor­fahren gedenke, als Familien, als Einwohner bestimmter Städte, als Einzelner, so möchte ich sie in ihrer Gewöhnlichkeit zeigen, so unspektakulär wie möglich, auch wenn ich ihre Besonderheiten würdige, damit Erzählung entsteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgeben von der Jagd nach der Sensation, der die Werbung ebenso huldigt wie das Gespräch unter Freunden, suche ich nach dem stillen Fließen der Wirklichkeit. Und ich suche mich seiner zu versi­chern in der Genauigkeit der Daten und der Würdigung der Widersprüche, die zwischen diesen Daten entstehen. Ich weiß, dass ich nichts weiß -- auch wenn ich alle Daten zusammengetragen und alle ver­fügbaren Bücher und Akten zur Orts- und Zeitgeschichte studiert habe. Aber ich fühle, dass ich mich annähere, wie der Mathematiker seiner gesuchten Kurve. Und dieses Annähern ist etwas wie Fröm­migkeit im Gegensatz zur Zerstreuung und zum Verbreiten von vorgeformten Lügen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutungen ===&lt;br /&gt;
Wir leben von Deutungen. Schon Lea Marie deutet Berührungen, Lichteindrücke, Töne. Und von Anfang an kämpfen wir mit Fehldeutungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir scheint, als habe mich dies Problem immer beschäftigt. Und als habe es mich mehr be­schäftigt als die Menschen, die mich umgeben: Habe ich das richtig verstanden? Diese Miene, diese Geste, dieses Wort? Kann ich mich auf meine Deutung verlassen? Ist sie sachgerecht, wird sie meinem Gegenüber gerecht? Oder täusche ich mich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe beobachtet, wie andere sich getäuscht haben. Manchmal habe ich feststellen kön­nen, daß sie sich in mir täuschten. Manchmal habe ich feststellen müssen, daß ich sie ent­täuscht habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine eigenen Täuschungen zu beobachten, ist viel schwerer. Der Punkt, von dem aus ich beobachte und deute, liegt tief in meinem Charakter. Er hängt ab von den Anlagen, die ich mit auf die Welt brachte, von den Erfahrungen, die ich zum Teil noch in unbewusstem Zu­stand gemacht habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich Texte und Dokumente deute, spielt auch meine Kultur eine Rolle. Die Einordnung von Merkmalen, die dann zu einer Deutung dienen, läuft über meine Bildung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich Texte über meine Vorfahren lese, bin ich mir der Gefahr der Fehldeutung sehr bewusst. Fast jedes Zeichen ruft mehrere Deutungsmöglichkeiten in mir auf. Ich muß mich für eine entscheiden. Ich prüfe mich. Ich prüfe meine Erfahrungen. Ich prüfe den Zusam­menhang. Aber den kann ich nur prüfen, soweit mir begleitende Texte zugänglich sind. Neue Quellen verändern mein Bild oft vollständig. Ich sehe, dass ich mich getäuscht habe. Das enttäuscht mich. Es macht meine Arbeit fragwürdig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem kehre ich bis jetzt immer wieder gern an meine Arbeit zurück. Warum eigentlich? Wo liegt der Reiz dieser Anstrengung, die nie fehlerfreie Ergebnisse liefern wird? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schlüssel liegt vielleicht bei den Erfahrungen. Nach einem langen, bewußt gelebten Le­ben hat man so viele davon. Aber sie lassen sich nicht halten. Es heißt, sie ließen sich nicht weitergeben. Jedenfalls habe ich große Schwierigkeiten von ihnen zu sprechen, nicht nur aus Scheu, sondern auch, weil sie amorph sind. Manchmal bewegen sie sich in mir wie ein ungeborenes Kind, manchmal habe ich die Empfindung, von ihnen wie von Wellen ge­tragen zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfahrungen wandern durch meine Träume: all die Menschen, die mir so bekannt vor­kommen und die mir beim Erwachen ganz fremd sind, die Räume, die mir vertraut sind und von denen ich beim Erwachen sagen möchte, ich habe sie noch nie gesehen. Es gibt Dörfer und Landschaften, in die ich in meinen Träumen zurückkehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist es auch mit den Lieblingsgedanken. In ganz verschiedenen Situationen gehen sie mir durch den Kopf. Ich wundere mich darüber. Und ich versuche, in meiner Familiengeschichte etwas daraus zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe zur Verwendung und Konfiguration der Wiki-Software {{#FORMAL:findest du|finden Sie}} im [[mediawikiwiki:Special:MyLanguage/Help:Contents|Benutzerhandbuch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Starthilfen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Configuration_settings Liste der Konfigurationsparameter]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:FAQ Häufige Fragen zu MediaWiki]&lt;br /&gt;
* [https://lists.wikimedia.org/postorius/lists/mediawiki-announce.lists.wikimedia.org/ Mailingliste zu neuen Versionen von MediaWiki]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Localisation#Translation_resources {{#FORMAL:Übersetze|Übersetzen Sie}} MediaWiki {{#FORMAL:für deine|in Ihre}} Sprache]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Combating_spam {{#FORMAL:Erfahre|Erfahren Sie}}, wie {{#FORMAL:du|Sie}} Spam auf {{#FORMAL:deinem|ihrem}} Wiki bekämpfen {{#FORMAL:kannst|können}}]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.von-mering.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=4</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2026-09-08T09:40:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jens: /* Familiengeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{SEITENTITEL:Einstieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lieber Leser! ===&lt;br /&gt;
Bedenke, dass du dich freiwillig daran begibst, in dieser Mappe der Familie von Mering zu blättern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theorem Nr. 1 des chilenischen Neurophysiologen Humberto Maturana, so wie es  der Kyber­netiker Heinz von Foerster zitiert, lautet: &amp;quot;Alles Gesagte wird &#039;&#039;von&#039;&#039; einem Beobachter gesagt.&amp;quot; Das heißt im Falle dieser vor dir liegenden Mappe: Alles, was du hier liest, ist von mir, Christa von Mering, verheiratete Lippold, gesammelt, geordnet und kommentiert worden. Du begegnest auch in den alten, getreu zitierten Quellen immer nur mir: meinem Spürsinn, meiner Auswahl, meinem Humor und meinem Drang nach Wirklichkeit. Vor allem andern aber be­gegnest du meiner Lust zu lesen und zu schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Texte sind nicht unbedingt für dich verfasst. Diese Texte sind nicht alle für dich verfaßt. Diese Texte sind überhaupt nicht für dich verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz von Foersters Folgesatz Nr. 1 zu Humberto Maturanas Theorem Nr. 1 heißt: &amp;quot;Alles Gesagte wird zu einem Beobachter gesagt.&amp;quot; Vielleicht bist du dieser zweite Beobachter? Oder du bist es nicht. Schreiben heißt im Unterschied zum Reden, dass man den, zu dem alles gesagt wird, sich erfin­det. Deshalb bin auch der zweite Beobachter ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Mappe ist kein Buch. Die Anordnung der Texte, der Urkunden, der Zitate ist zwar nicht zufäl­lig, aber beliebig. Mir beliebte sie. Du kannst sie anders ordnen. Es ist wie ein Patience-Spiel. Die Karten sind gemischt. Jede Karte hat ihren Wert. Keine Karte hat einen festen Platz. Du bestimmst die Regeln, wann das Spiel gewonnen ist. Oder du schiebst die Karten zusammen und entscheidest, dass das Spiel verloren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst es auch als Suchbild betrachten. Oder als Puzzle. Auf keinen Fall wirst du hier an die Hand genommen. Niemals wird dir der Weg gezeigt. Missverständnisse gehören dazu. Undeutliches ist Absicht. Und dass es nicht aufgeht, ist der Familiengeschichte immanent. So ist es ja auch in Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familiengeschichte ===&lt;br /&gt;
Wer sich an eine &amp;lt;nowiki&amp;gt;[[Familiengeschichte]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; heranmacht, hat Vorgänger. Es sind, soweit ich bis jetzt weiß, meist Männer, meist Dilettanten, meist Menschen, die die Familie als Statussymbol betrachten. Familiengeschichte wird im Hinblick auf Große Menschen geschrieben, das Besondere und wo­möglich Außerordentliche ist Motiv und Ziel zugleich. Bei den Genealogen, die dann über ihre eigene Familie hinaus noch forschen oder Hilfsmittel zur Forschung bereitstellen, kommt ein Jagdtrieb da­zu. Wie finde ich schwer zu ermittelnde Daten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl der schwache, fehlbare Vorfahr wie die Lücke im Stammbaum (&amp;quot;der tote Punkt&amp;quot;) sind die Feinde des Familienforschers. Damit reiht sich die Genealogie in den Trend unserer Zeit ein: immer besser, immer höher! Mit moderner Technik läßt sich dieser Trend noch verstärken. Aus diesem Grund ist die Genealogie heute ein beliebtes Hobby. Überall begegnet man Familienforschern, die über dieses Hobby klagen wie über eine Sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich der Familiengeschichte widme, möchte ich dem Trend doch ausweichen. Ich muss die Mittel der Moderne nutzen, ohne ihnen zu verfallen. Mit dem &amp;quot;toten Punkt&amp;quot;, der meine Ge­sprächspartner meistens in Form einer Grenzmarke interessiert, möchte ich souverän umgehen, in­dem ich darauf hinweise, wie hinter gesicherter schriftlicher Tradition auch noch Geschichte ist: le­bendige, undokumentierte Geschichte, so wirklich wie unser Alltag heute. Und wenn ich meiner Vor­fahren gedenke, als Familien, als Einwohner bestimmter Städte, als Einzelner, so möchte ich sie in ihrer Gewöhnlichkeit zeigen, so unspektakulär wie möglich, auch wenn ich ihre Besonderheiten würdige, damit Erzählung entsteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgeben von der Jagd nach der Sensation, der die Werbung ebenso huldigt wie das Gespräch unter Freunden, suche ich nach dem stillen Fließen der Wirklichkeit. Und ich suche mich seiner zu versi­chern in der Genauigkeit der Daten und der Würdigung der Widersprüche, die zwischen diesen Daten entstehen. Ich weiß, dass ich nichts weiß -- auch wenn ich alle Daten zusammengetragen und alle ver­fügbaren Bücher und Akten zur Orts- und Zeitgeschichte studiert habe. Aber ich fühle, dass ich mich annähere, wie der Mathematiker seiner gesuchten Kurve. Und dieses Annähern ist etwas wie Fröm­migkeit im Gegensatz zur Zerstreuung und zum Verbreiten von vorgeformten Lügen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutungen ===&lt;br /&gt;
Wir leben von Deutungen. Schon Lea Marie deutet Berührungen, Lichteindrücke, Töne. Und von Anfang an kämpfen wir mit Fehldeutungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir scheint, als habe mich dies Problem immer beschäftigt. Und als habe es mich mehr be­schäftigt als die Menschen, die mich umgeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich das richtig verstanden? Diese Miene, diese Geste, dieses Wort? Kann ich mich auf meine Deutung verlassen? Ist sie sachgerecht, wird sie meinem Gegenüber gerecht? Oder täusche ich mich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe beobachtet, wie andere sich getäuscht haben. Manchmal habe ich feststellen kön­nen, daß sie sich in mir täuschten. Manchmal habe ich feststellen müssen, daß ich sie ent­täuscht habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine eigenen Täuschungen zu beobachten, ist viel schwerer. Der Punkt, von dem aus ich beobachte und deute, liegt tief in meinem Charakter. Er hängt ab von den Anlagen, die ich mit auf die Welt brachte, von den Erfahrungen, die ich zum Teil noch in unbewusstem Zu­stand gemacht habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich Texte und Dokumente deute, spielt auch meine Kultur eine Rolle. Die Einordnung von Merkmalen, die dann zu einer Deutung dienen, läuft über meine Bildung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich Texte über meine Vorfahren lese, bin ich mir der Gefahr der Fehldeutung sehr bewusst. Fast jedes Zeichen ruft mehrere Deutungsmöglichkeiten in mir auf. Ich muß mich für eine entscheiden. Ich prüfe mich. Ich prüfe meine Erfahrungen. Ich prüfe den Zusam­menhang. Aber den kann ich nur prüfen, soweit mir begleitende Texte zugänglich sind. Neue Quellen verändern mein Bild oft vollständig. Ich sehe, dass ich mich getäuscht habe. Das enttäuscht mich. Es macht meine Arbeit fragwürdig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem kehre ich bis jetzt immer wieder gern an meine Arbeit zurück. Warum eigentlich? Wo liegt der Reiz dieser Anstrengung, die nie fehlerfreie Ergebnisse liefern wird? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schlüssel liegt vielleicht bei den Erfahrungen. Nach einem langen, bewußt gelebten Le­ben hat man so viele davon. Aber sie lassen sich nicht halten. Es heißt, sie ließen sich nicht weitergeben. Jedenfalls habe ich große Schwierigkeiten von ihnen zu sprechen, nicht nur aus Scheu, sondern auch, weil sie amorph sind. Manchmal bewegen sie sich in mir wie ein ungeborenes Kind, manchmal habe ich die Empfindung, von ihnen wie von Wellen ge­tragen zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfahrungen wandern durch meine Träume: all die Menschen, die mir so bekannt vor­kommen und die mir beim Erwachen ganz fremd sind, die Räume, die mir vertraut sind und von denen ich beim Erwachen sagen möchte, ich habe sie noch nie gesehen. Es gibt Dörfer und Landschaften, in die ich in meinen Träumen zurückkehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist es auch mit den Lieblingsgedanken. In ganz verschiedenen Situationen gehen sie mir durch den Kopf. Ich wundere mich darüber. Und ich versuche, in meiner Familiengeschichte etwas daraus zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe zur Verwendung und Konfiguration der Wiki-Software {{#FORMAL:findest du|finden Sie}} im [[mediawikiwiki:Special:MyLanguage/Help:Contents|Benutzerhandbuch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Starthilfen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Configuration_settings Liste der Konfigurationsparameter]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:FAQ Häufige Fragen zu MediaWiki]&lt;br /&gt;
* [https://lists.wikimedia.org/postorius/lists/mediawiki-announce.lists.wikimedia.org/ Mailingliste zu neuen Versionen von MediaWiki]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Localisation#Translation_resources {{#FORMAL:Übersetze|Übersetzen Sie}} MediaWiki {{#FORMAL:für deine|in Ihre}} Sprache]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Combating_spam {{#FORMAL:Erfahre|Erfahren Sie}}, wie {{#FORMAL:du|Sie}} Spam auf {{#FORMAL:deinem|ihrem}} Wiki bekämpfen {{#FORMAL:kannst|können}}]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jens</name></author>
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		<id>https://www.von-mering.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=3</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2026-09-08T09:17:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jens: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{SEITENTITEL:Einstieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lieber Leser! ===&lt;br /&gt;
Bedenke, dass du dich freiwillig daran begibst, in dieser Mappe der Familie von Mering zu blättern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theorem Nr. 1 des chilenischen Neurophysiologen Humberto Maturana, so wie es  der Kyber­netiker Heinz von Foerster zitiert, lautet: &amp;quot;Alles Gesagte wird &#039;&#039;von&#039;&#039; einem Beobachter gesagt.&amp;quot; Das heißt im Falle dieser vor dir liegenden Mappe: Alles, was du hier liest, ist von mir, Christa von Mering, verheiratete Lippold, gesammelt, geordnet und kommentiert worden. Du begegnest auch in den alten, getreu zitierten Quellen immer nur mir: meinem Spürsinn, meiner Auswahl, meinem Humor und meinem Drang nach Wirklichkeit. Vor allem andern aber be­gegnest du meiner Lust zu lesen und zu schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Texte sind nicht unbedingt für dich verfasst. Diese Texte sind nicht alle für dich verfaßt. Diese Texte sind überhaupt nicht für dich verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz von Foersters Folgesatz Nr. 1 zu Humberto Maturanas Theorem Nr. 1 heißt: &amp;quot;Alles Gesagte wird zu einem Beobachter gesagt.&amp;quot; Vielleicht bist du dieser zweite Beobachter? Oder du bist es nicht. Schreiben heißt im Unterschied zum Reden, dass man den, zu dem alles gesagt wird, sich erfin­det. Deshalb bin auch der zweite Beobachter ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Mappe ist kein Buch. Die Anordnung der Texte, der Urkunden, der Zitate ist zwar nicht zufäl­lig, aber beliebig. Mir beliebte sie. Du kannst sie anders ordnen. Es ist wie ein Patience-Spiel. Die Karten sind gemischt. Jede Karte hat ihren Wert. Keine Karte hat einen festen Platz. Du bestimmst die Regeln, wann das Spiel gewonnen ist. Oder du schiebst die Karten zusammen und entscheidest, dass das Spiel verloren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst es auch als Suchbild betrachten. Oder als Puzzle. Auf keinen Fall wirst du hier an die Hand genommen. Niemals wird dir der Weg gezeigt. Missverständnisse gehören dazu. Undeutliches ist Absicht. Und dass es nicht aufgeht, ist der Familiengeschichte immanent. So ist es ja auch in Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familiengeschichte ===&lt;br /&gt;
Wer sich an eine Familiengeschichte heranmacht, hat Vorgänger. Es sind, soweit ich bis jetzt weiß, meist Männer, meist Dilettanten, meist Menschen, die die Familie als Statussymbol betrachten. Familiengeschichte wird im Hinblick auf Große Menschen geschrieben, das Besondere und wo­möglich Außerordentliche ist Motiv und Ziel zugleich. Bei den Genealogen, die dann über ihre eigene Familie hinaus noch forschen oder Hilfsmittel zur Forschung bereitstellen, kommt ein Jagdtrieb da­zu. Wie finde ich schwer zu ermittelnde Daten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl der schwache, fehlbare Vorfahr wie die Lücke im Stammbaum (&amp;quot;der tote Punkt&amp;quot;) sind die Feinde des Familienforschers. Damit reiht sich die Genealogie in den Trend unserer Zeit ein: immer besser, immer höher! Mit moderner Technik läßt sich dieser Trend noch verstärken. Aus diesem Grund ist die Genealogie heute ein beliebtes Hobby. Überall begegnet man Familienforschern, die über dieses Hobby klagen wie über eine Sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich der Familiengeschichte widme, möchte ich dem Trend doch ausweichen. Ich muss die Mittel der Moderne nutzen, ohne ihnen zu verfallen. Mit dem &amp;quot;toten Punkt&amp;quot;, der meine Ge­sprächspartner meistens in Form einer Grenzmarke interessiert, möchte ich souverän umgehen, in­dem ich darauf hinweise, wie hinter gesicherter schriftlicher Tradition auch noch Geschichte ist: le­bendige, undokumentierte Geschichte, so wirklich wie unser Alltag heute. Und wenn ich meiner Vor­fahren gedenke, als Familien, als Einwohner bestimmter Städte, als Einzelner, so möchte ich sie in ihrer Gewöhnlichkeit zeigen, so unspektakulär wie möglich, auch wenn ich ihre Besonderheiten würdige, damit Erzählung entsteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgeben von der Jagd nach der Sensation, der die Werbung ebenso huldigt wie das Gespräch unter Freunden, suche ich nach dem stillen Fließen der Wirklichkeit. Und ich suche mich seiner zu versi­chern in der Genauigkeit der Daten und der Würdigung der Widersprüche, die zwischen diesen Daten entstehen. Ich weiß, dass ich nichts weiß -- auch wenn ich alle Daten zusammengetragen und alle ver­fügbaren Bücher und Akten zur Orts- und Zeitgeschichte studiert habe. Aber ich fühle, dass ich mich annähere, wie der Mathematiker seiner gesuchten Kurve. Und dieses Annähern ist etwas wie Fröm­migkeit im Gegensatz zur Zerstreuung und zum Verbreiten von vorgeformten Lügen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutungen ===&lt;br /&gt;
Wir leben von Deutungen. Schon Lea Marie deutet Berührungen, Lichteindrücke, Töne. Und von Anfang an kämpfen wir mit Fehldeutungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir scheint, als habe mich dies Problem immer beschäftigt. Und als habe es mich mehr be­schäftigt als die Menschen, die mich umgeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich das richtig verstanden? Diese Miene, diese Geste, dieses Wort? Kann ich mich auf meine Deutung verlassen? Ist sie sachgerecht, wird sie meinem Gegenüber gerecht? Oder täusche ich mich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe beobachtet, wie andere sich getäuscht haben. Manchmal habe ich feststellen kön­nen, daß sie sich in mir täuschten. Manchmal habe ich feststellen müssen, daß ich sie ent­täuscht habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine eigenen Täuschungen zu beobachten, ist viel schwerer. Der Punkt, von dem aus ich beobachte und deute, liegt tief in meinem Charakter. Er hängt ab von den Anlagen, die ich mit auf die Welt brachte, von den Erfahrungen, die ich zum Teil noch in unbewusstem Zu­stand gemacht habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich Texte und Dokumente deute, spielt auch meine Kultur eine Rolle. Die Einordnung von Merkmalen, die dann zu einer Deutung dienen, läuft über meine Bildung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich Texte über meine Vorfahren lese, bin ich mir der Gefahr der Fehldeutung sehr bewusst. Fast jedes Zeichen ruft mehrere Deutungsmöglichkeiten in mir auf. Ich muß mich für eine entscheiden. Ich prüfe mich. Ich prüfe meine Erfahrungen. Ich prüfe den Zusam­menhang. Aber den kann ich nur prüfen, soweit mir begleitende Texte zugänglich sind. Neue Quellen verändern mein Bild oft vollständig. Ich sehe, dass ich mich getäuscht habe. Das enttäuscht mich. Es macht meine Arbeit fragwürdig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem kehre ich bis jetzt immer wieder gern an meine Arbeit zurück. Warum eigentlich? Wo liegt der Reiz dieser Anstrengung, die nie fehlerfreie Ergebnisse liefern wird? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schlüssel liegt vielleicht bei den Erfahrungen. Nach einem langen, bewußt gelebten Le­ben hat man so viele davon. Aber sie lassen sich nicht halten. Es heißt, sie ließen sich nicht weitergeben. Jedenfalls habe ich große Schwierigkeiten von ihnen zu sprechen, nicht nur aus Scheu, sondern auch, weil sie amorph sind. Manchmal bewegen sie sich in mir wie ein ungeborenes Kind, manchmal habe ich die Empfindung, von ihnen wie von Wellen ge­tragen zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfahrungen wandern durch meine Träume: all die Menschen, die mir so bekannt vor­kommen und die mir beim Erwachen ganz fremd sind, die Räume, die mir vertraut sind und von denen ich beim Erwachen sagen möchte, ich habe sie noch nie gesehen. Es gibt Dörfer und Landschaften, in die ich in meinen Träumen zurückkehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist es auch mit den Lieblingsgedanken. In ganz verschiedenen Situationen gehen sie mir durch den Kopf. Ich wundere mich darüber. Und ich versuche, in meiner Familiengeschichte etwas daraus zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe zur Verwendung und Konfiguration der Wiki-Software {{#FORMAL:findest du|finden Sie}} im [[mediawikiwiki:Special:MyLanguage/Help:Contents|Benutzerhandbuch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Starthilfen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Configuration_settings Liste der Konfigurationsparameter]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:FAQ Häufige Fragen zu MediaWiki]&lt;br /&gt;
* [https://lists.wikimedia.org/postorius/lists/mediawiki-announce.lists.wikimedia.org/ Mailingliste zu neuen Versionen von MediaWiki]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Localisation#Translation_resources {{#FORMAL:Übersetze|Übersetzen Sie}} MediaWiki {{#FORMAL:für deine|in Ihre}} Sprache]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Combating_spam {{#FORMAL:Erfahre|Erfahren Sie}}, wie {{#FORMAL:du|Sie}} Spam auf {{#FORMAL:deinem|ihrem}} Wiki bekämpfen {{#FORMAL:kannst|können}}]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jens</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.von-mering.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=2</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2026-09-08T06:40:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jens: Vorwort kopiert und leicht nachformatiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Lieber Leser! ===&lt;br /&gt;
Bedenke, dass du dich freiwillig daran begibst, in dieser Mappe der Familie von Mering zu blättern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Theorem Nr. 1 des chilenischen Neurophysiologen Humberto Maturana, so wie es  der Kyber­netiker Heinz von Foerster zitiert, lautet: &amp;quot;Alles Gesagte wird &#039;&#039;von&#039;&#039; einem Beobachter gesagt.&amp;quot; Das heißt im Falle dieser vor dir liegenden Mappe: Alles, was du hier liest, ist von mir, Christa von Mering, verheiratete Lippold, gesammelt, geordnet und kommentiert worden. Du begegnest auch in den alten, getreu zitierten Quellen immer nur mir: meinem Spürsinn, meiner Auswahl, meinem Humor und meinem Drang nach Wirklichkeit. Vor allem andern aber be­gegnest du meiner Lust zu lesen und zu schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Texte sind nicht unbedingt für dich verfasst. Diese Texte sind nicht alle für dich verfaßt. Diese Texte sind überhaupt nicht für dich verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz von Foersters Folgesatz Nr. 1 zu Humberto Maturanas Theorem Nr. 1 heißt: &amp;quot;Alles Gesagte wird zu einem Beobachter gesagt.&amp;quot; Vielleicht bist du dieser zweite Beobachter? Oder du bist es nicht. Schreiben heißt im Unterschied zum Reden, dass man den, zu dem alles gesagt wird, sich erfin­det. Deshalb bin auch der zweite Beobachter ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Mappe ist kein Buch. Die Anordnung der Texte, der Urkunden, der Zitate ist zwar nicht zufäl­lig, aber beliebig. Mir beliebte sie. Du kannst sie anders ordnen. Es ist wie ein Patience-Spiel. Die Karten sind gemischt. Jede Karte hat ihren Wert. Keine Karte hat einen festen Platz. Du bestimmst die Regeln, wann das Spiel gewonnen ist. Oder du schiebst die Karten zusammen und entscheidest, dass das Spiel verloren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst es auch als Suchbild betrachten. Oder als Puzzle. Auf keinen Fall wirst du hier an die Hand genommen. Niemals wird dir der Weg gezeigt. Missverständnisse gehören dazu. Undeutliches ist Absicht. Und dass es nicht aufgeht, ist der Familiengeschichte immanent. So ist es ja auch in Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familiengeschichte ===&lt;br /&gt;
Wer sich an eine Familiengeschichte heranmacht, hat Vorgänger. Es sind, soweit ich bis jetzt weiß, meist Männer, meist Dilettanten, meist Menschen, die die Familie als Statussymbol betrachten. Familiengeschichte wird im Hinblick auf Große Menschen geschrieben, das Besondere und wo­möglich Außerordentliche ist Motiv und Ziel zugleich. Bei den Genealogen, die dann über ihre eigene Familie hinaus noch forschen oder Hilfsmittel zur Forschung bereitstellen, kommt ein Jagdtrieb da­zu. Wie finde ich schwer zu ermittelnde Daten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl der schwache, fehlbare Vorfahr wie die Lücke im Stammbaum (&amp;quot;der tote Punkt&amp;quot;) sind die Feinde des Familienforschers. Damit reiht sich die Genealogie in den Trend unserer Zeit ein: immer besser, immer höher! Mit moderner Technik läßt sich dieser Trend noch verstärken. Aus diesem Grund ist die Genealogie heute ein beliebtes Hobby. Überall begegnet man Familienforschern, die über dieses Hobby klagen wie über eine Sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich mich der Familiengeschichte widme, möchte ich dem Trend doch ausweichen. Ich muss die Mittel der Moderne nutzen, ohne ihnen zu verfallen. Mit dem &amp;quot;toten Punkt&amp;quot;, der meine Ge­sprächspartner meistens in Form einer Grenzmarke interessiert, möchte ich souverän umgehen, in­dem ich darauf hinweise, wie hinter gesicherter schriftlicher Tradition auch noch Geschichte ist: le­bendige, undokumentierte Geschichte, so wirklich wie unser Alltag heute. Und wenn ich meiner Vor­fahren gedenke, als Familien, als Einwohner bestimmter Städte, als Einzelner, so möchte ich sie in ihrer Gewöhnlichkeit zeigen, so unspektakulär wie möglich, auch wenn ich ihre Besonderheiten würdige, damit Erzählung entsteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgeben von der Jagd nach der Sensation, der die Werbung ebenso huldigt wie das Gespräch unter Freunden, suche ich nach dem stillen Fließen der Wirklichkeit. Und ich suche mich seiner zu versi­chern in der Genauigkeit der Daten und der Würdigung der Widersprüche, die zwischen diesen Daten entstehen. Ich weiß, dass ich nichts weiß -- auch wenn ich alle Daten zusammengetragen und alle ver­fügbaren Bücher und Akten zur Orts- und Zeitgeschichte studiert habe. Aber ich fühle, dass ich mich annähere, wie der Mathematiker seiner gesuchten Kurve. Und dieses Annähern ist etwas wie Fröm­migkeit im Gegensatz zur Zerstreuung und zum Verbreiten von vorgeformten Lügen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutungen ===&lt;br /&gt;
Wir leben von Deutungen. Schon Lea Marie deutet Berührungen, Lichteindrücke, Töne. Und von Anfang an kämpfen wir mit Fehldeutungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir scheint, als habe mich dies Problem immer beschäftigt. Und als habe es mich mehr be­schäftigt als die Menschen, die mich umgeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich das richtig verstanden? Diese Miene, diese Geste, dieses Wort? Kann ich mich auf meine Deutung verlassen? Ist sie sachgerecht, wird sie meinem Gegenüber gerecht? Oder täusche ich mich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe beobachtet, wie andere sich getäuscht haben. Manchmal habe ich feststellen kön­nen, daß sie sich in mir täuschten. Manchmal habe ich feststellen müssen, daß ich sie ent­täuscht habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine eigenen Täuschungen zu beobachten, ist viel schwerer. Der Punkt, von dem aus ich beobachte und deute, liegt tief in meinem Charakter. Er hängt ab von den Anlagen, die ich mit auf die Welt brachte, von den Erfahrungen, die ich zum Teil noch in unbewusstem Zu­stand gemacht habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich Texte und Dokumente deute, spielt auch meine Kultur eine Rolle. Die Einordnung von Merkmalen, die dann zu einer Deutung dienen, läuft über meine Bildung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich Texte über meine Vorfahren lese, bin ich mir der Gefahr der Fehldeutung sehr bewusst. Fast jedes Zeichen ruft mehrere Deutungsmöglichkeiten in mir auf. Ich muß mich für eine entscheiden. Ich prüfe mich. Ich prüfe meine Erfahrungen. Ich prüfe den Zusam­menhang. Aber den kann ich nur prüfen, soweit mir begleitende Texte zugänglich sind. Neue Quellen verändern mein Bild oft vollständig. Ich sehe, dass ich mich getäuscht habe. Das enttäuscht mich. Es macht meine Arbeit fragwürdig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem kehre ich bis jetzt immer wieder gern an meine Arbeit zurück. Warum eigentlich? Wo liegt der Reiz dieser Anstrengung, die nie fehlerfreie Ergebnisse liefern wird? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schlüssel liegt vielleicht bei den Erfahrungen. Nach einem langen, bewußt gelebten Le­ben hat man so viele davon. Aber sie lassen sich nicht halten. Es heißt, sie ließen sich nicht weitergeben. Jedenfalls habe ich große Schwierigkeiten von ihnen zu sprechen, nicht nur aus Scheu, sondern auch, weil sie amorph sind. Manchmal bewegen sie sich in mir wie ein ungeborenes Kind, manchmal habe ich die Empfindung, von ihnen wie von Wellen ge­tragen zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfahrungen wandern durch meine Träume: all die Menschen, die mir so bekannt vor­kommen und die mir beim Erwachen ganz fremd sind, die Räume, die mir vertraut sind und von denen ich beim Erwachen sagen möchte, ich habe sie noch nie gesehen. Es gibt Dörfer und Landschaften, in die ich in meinen Träumen zurückkehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist es auch mit den Lieblingsgedanken. In ganz verschiedenen Situationen gehen sie mir durch den Kopf. Ich wundere mich darüber. Und ich versuche, in meiner Familiengeschichte etwas daraus zu machen.&lt;br /&gt;
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Hilfe zur Verwendung und Konfiguration der Wiki-Software {{#FORMAL:findest du|finden Sie}} im [[mediawikiwiki:Special:MyLanguage/Help:Contents|Benutzerhandbuch]].&lt;br /&gt;
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		<author><name>Jens</name></author>
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